Rundfahrt durch die Gemeinde Gryfów Śląski
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Rathaus und historische Bürgerhäuser in Gryfów Śląski
Das erste Rathaus in Gryfów Śląski wurde 1276 als hölzerne Handelsanlage errichtet. 1524 begann man mit dem Bau eines steinernen Rathauses. In den folgenden Jahrhunderten wurde es mehrfach zerstört und wieder aufgebaut. Bis heute sind u. a. Kreuzgewölbe, ein Mansarddach und eine steinerne Tafel von 1624 erhalten, die an den Turmbau durch Bürgermeister Steudner erinnert.
1929 brannte der Turm des Rathauses ab – der neue wurde in Stahlbeton ausgeführt, eine der ersten derartigen Konstruktionen in Niederschlesien (Dolny Śląsk). An der Nordseite befindet sich zudem eine Gedenktafel von 1982, die an die im Zweiten Weltkrieg gefallenen polnischen Soldaten erinnert. Die bürgerlichen Wohnhäuser in Gryfów sind gemauerte Gebäude aus Bruchstein, in die Grundstücke tief hineingebaut. Ihr heutiges Erscheinungsbild ist das Ergebnis barocker Umbauten im 18. Jahrhundert – damals wurden Arkaden aufgegeben, und man fügte schmiedeeiserne Gitter und dekorative Portale ein.
Eine architektonische Besonderheit stellt der barocke Eckerkersatz an der Ecke Bankowa-/Felczerska-Straße dar. In dem Haus am Marktplatz Nr. 33, ehemals im Besitz der Familie Kluge, weilte 1875 Generalfeldmarschall Helmut von Moltke mit seinem Stab. Heute beherbergt es das Tourist-Information-Zentrum.

„Zakole Kwisy“ – die Flussschleife der Kwisa
Zakole Kwisy ist ein äußerst malerischer Teil von Gryfów Śląski. Das prägende Bauwerk ist die Brücke über die Kwisa, die offiziell am 15. Mai 1855 eröffnet wurde – symbolisch von zwei Brautpaaren eingeweiht, die sie als erste überquerten. Der Bau erfolgte im Hinblick auf eine neue Streckenführung nach Frýdlant (deutsch: Friedland) und Zittau, da die alte Brücke in schlechtem Zustand war. Ausgeführt wurde das Bauwerk von Tomas Hasler, mit Granit aus Młyńsko. Das Projekt erforderte Umgestaltungen in der Stadt, u. a. die Verlegung der Sanatoryjna-Straße und den Abriss mehrerer Häuser an beiden Flussufern.
1945 wurde die Brücke von den zurückziehenden deutschen Truppen gesprengt. Sie wurde wieder aufgebaut und über Jahrzehnte genutzt. In den Jahren 2009–2010 unterzog man sie einer umfassenden Sanierung – u. a. Verstärkung der Konstruktion, Erneuerung der Fahrbahn, Geländer und Gehwege. Die Modernisierung kostete 3 Mio. PLN, finanziert vom Woiwodschaftshaushalt. Während der Bauarbeiten errichteten auch lokale Behörden und das Militär eine temporäre Brücke mit einer Tragfähigkeit von bis zu 20 Tonnen.
Heute ist die instandgesetzte Brücke nicht nur ein wichtiger Verkehrsweg, sondern auch eines der charakteristischen Wahrzeichen der Stadt – häufig fotografiert von Einheimischen und Touristen gleichermaßen.

Park
Park an der Partyzantów-Straße, von den Einwohnern umgangssprachlich „Patelnia“, historisch auch „Prentzels Park“ genannt. Ein malerischer Ort nahe dem Marktplatz von Gryfów Śląski, der bald umfassend modernisiert wird. Die Arbeiten umfassen u. a.: Umbau der Hauptparkallee mit Einfahrtsportalen, neues Wegenetz für Freizeitbereiche, Aussichts- und Tribünenbereich sowie Bühne, Renovierung historischer Elemente wie Brücke, Mauer und Zaun, stilisiertes Beleuchtungskonzept orientiert an Laternen des 19. Jahrhunderts, Revitalisierung der Grünflächen, Modernisierung des trockenen Wasserlaufs, neue Bänke, Papierkörbe und Trinkbrunnen sowie Installation nötiger Anschlüsse. Geplanter Abschluss der Arbeiten: Mai 2026.

Villa der Familie Winkler
Villa der Familie Winkler, errichtet im Jahr 1888, ist ein historisches Gebäude, ehemals Residenz der Familie Winkler, Eigentümer der Bekleidungsfabrik Greiff-Werze. Die gemauerte, zweistöckige Villa mit quadratischem Grundriss zeichnet sich durch dreigeschossige Risalite, Türmchen und ein charakteristisches Dach im Stil des niederländischen Neomanierismus und französischen Neobarocks aus und beeindruckt durch ihre architektonischen Qualitäten und Geschichte.
Im Inneren schmücken die Wände Wandmalereien von Joseph Langer, einem bekannten Restaurator der Wanddekorationen in der Friedenskirche in Świdnica und im Leopoldinischen Saal in Breslau. Die Villa diente als Wohnhaus der Eigentümer und zugleich als Sitz der Bekleidungsfabrik, die nach dem Krieg von der Roten Armee übernommen wurde, später von der Polnischen Liquidationskommission. Nach dem Krieg wurde im Gebäude ein betriebliches Kinderhaus („Przedszkole pracownicze”) eingerichtet, geleitet von der Bekleidungsfabrik Gryfex – mit der Auflage, dass die Eigentümer vor dem Krieg Mobiliar ausführen durften.
Nach dem Niedergang von Gryfex wurde das Gebäude der Stadt übergeben und dient seit 1994 als öffentliche Kindertagesstätte in Gryfów Śląski. Die Innenräume sind mit reichhaltiger Ornamentik, Säulen und Stuckdecken ausgestattet. Die Kita verfügt über acht Gruppen, darunter eine Kleinkindgruppe (żłobkowa) und zwei Vorschulgruppen (zerówkowe), mit geräumigen Räumen, didaktischen Materialien, Spielzeug, audiovisueller Ausrüstung und ästhetisch gestalteten Innenräumen, die gemeinsam von Lehrerinnen und Kindern eingerichtet werden. Das Gebäude ist von Grünfläche und Garten umgeben, der Spielplatz bietet vielfältige Geräte für sichere Bewegung und Spiel. Die Villa, nahe dem Park gelegen, ist ein einzigartiges Beispiel historischer Architektur und ein wichtiger Bestandteil der lokalen Identität.

Pumptrack an der Młyńska-Straße in Gryfów Śląski
Hinter dem Sitz des Stadt- und Gemeindekulturzentrums gelegen, wurde der Pumptrack für Liebhaber von Fahrrädern, Inlineskates, Skateboards und Rollern konzipiert. Diese moderne und dynamische Anlage erfreut sich großer Beliebtheit bei der Jugend unserer Stadt. Der Pumptrack wurde so gestaltet, dass er optimale Fahrbedingungen bietet und technische Fähigkeiten sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene fördert.
Die Anlage besteht aus kurvigen Serpentinen, Erhebungen und Senken, die ein flüssiges Fahren ohne Pedalieren ermöglichen — für mehr Fahrfluss und effizienteres Training. Hergestellt aus hochwertigen Materialien, garantiert sie Langlebigkeit und Sicherheit. Der Pumptrack liegt in unmittelbarer Nähe eines Parks und ist von Grünanlagen umgeben, was Komfort und Sicherheit für die Nutzer gewährleistet.

Bahnhof
Der Bahnhof von Gryfów Śląski ist ein historisches Gebäude, das seit vielen Jahren eine wichtige Rolle im lokalen Verkehr spielt. Ursprünglich im 19. Jahrhundert erbaut, war er ein zentraler Verkehrsknotenpunkt für Einwohner und Reisende. Der Bahnhof wurde renoviert und das Zugangebot erweitert. Heute gibt es regelmäßige lokale und regionale Verbindungen, hauptsächlich nach Jelenia Góra und Wrocław.
Die größte Attraktion ist die Reaktivierung der Zugverbindung nach Świeradów-Zdrój, wodurch Bewohner und Touristen diese Strecke wieder bequem mit der Bahn zurücklegen können. Diese erneuerte Verbindung ermöglicht komfortables und umweltfreundliches Reisen, schafft neue Chancen für die regionale Entwicklung und fördert den Kurbetrieb. Der Bahnhof von Gryfów Śląski ist heute ein modernes Tor zum Isergebirgsvorland und darüber hinaus.

Das Stadtzentrum für Kultur und Bildung (M-GOK)
Das Stadtzentrum für Kultur und Bildung (M-GOK) in Gryfów Śląski ist eine kulturelle Einrichtung, die seit dem Jahr 2000 besteht und im März 2025 einer umfassenden Modernisierung unterzogen wurde. Früher diente das Gebäude industriellen und kulturellen Zwecken und war ein wichtiger Ort für die Stadtgemeinschaft. Es gehörte zu den Anlagen der Textilindustrie, und historisch befand sich dort auch eine Bibliothek.
Dank der Revitalisierung verfügt es heute über funktionale, barrierefreie und moderne Innenräume, die erneut mit kulturellem Leben gefüllt sind. Das Zentrum befindet sich in der Kolejowa-Straße 33A – es organisiert Ausstellungen, Konzerte, Workshops, Theateraufführungen und unterstützt die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen durch Interessenkreise und interdisziplinäre Projekte.
Hinter dem Gebäude befindet sich ein Pumptrack. Das M-GOK ist im kommunalen Denkmalverzeichnis eingetragen.

Ein Erholungsort im Stadtzentrum
Auf dem Gelände befindet sich ein malerischer Teich, der häufig von Enten besucht wird. Seit Kurzem gibt es einen Automaten, der gegen eine kleine Gebühr geeignetes Futter für die Vögel ausgibt – ein tolles Erlebnis für die Kleinsten! Der Adam-Mickiewicz-Park wurde anlässlich des 100. Jahrestages der Stadtrechte für Gryfów Śląski (1242) angelegt.
Im Park stand ein Soldatendenkmal, dessen Sockel bis heute erhalten ist.
Die deutschen Inschriften darauf lauten:
Güter vergehen oder verschwinden
Geschlechter und Familien sterben aus
Doch sicher bleibt
Der Ruhm der Taten der Verstorbenen
Heute ist der Park ein Ort der Erholung und Entspannung für Einwohner und Touristen und bietet ihnen Kontakt zur Natur.

Öffentlichen Bibliothek
In der Nähe des Stadtzentrums von Gryfów Śląski befindet sich der Sitz der Öffentlichen Bibliothek. Diese Institution bietet neben einem umfangreichen Buchbestand in der Galerie ECKI Kunstausstellungen, Treffen mit Künstlern sowie zahlreiche Veranstaltungen für Kinder an. Im Gebäude befindet sich auch ein kleines Museum, das vom Verein der Freunde von Gryfów betrieben wird. Ein Besuch während der Öffnungszeiten lohnt sich – dort kann man Exponate zur Stadtgeschichte besichtigen.

Kirche der Heiligen Hedwig in Gryfów Śląski
Ein Besuch in der Stadt Gryfów Śląski wäre nicht vollständig ohne einen Abstecher zur eindrucksvollen Hedwigskirche. Ihre hoch aufragende Silhouette prägt das Stadtbild und zeugt von gotischer Baukunst mit barocken Elementen. Im Inneren erwarten Besucher kunstvolle Altäre, historische Gemälde und liebevoll erhaltene Handwerkskunst. Direkt im Zentrum gelegen, lädt die Kirche zur stillen Einkehr und zum kulturellen Entdecken ein. Für Geschichtsinteressierte ebenso wie für neugierige Reisende ist dieses Gotteshaus ein lohnendes Ziel.

Złotnickie-See
Ein künstliches Staugewässer am Fluss Kwisa, das unterhalb von Gryfów Śląski im Jahr 1924 angelegt wurde. Es kann 12,4 Millionen m³ Wasser aufnehmen. Ziel des Baus – bis heute erfüllt – war die Wasserrückhaltung und die Stromerzeugung. Rund um den Złotnickie-See befinden sich mehrere touristische Attraktionen.
Ein möglicher Ausflugsweg von Gryfów Śląski führt zur Fußgängerbrücke zwischen den Orten Wieża und Karłowice. Vom Marktplatz aus erreicht man die Brücke in etwa 40 Minuten über die Straße Partyzantów – nach einer Strecke von etwas mehr als 2 Kilometern. Eine ideale Idee für einen kurzen Ausflug durch Wald und entlang des Wassers. Der Weg ist mit einem gelben Wanderzeichen markiert und wurde 2022 saniert, um Fußgängern und Radfahrern den Durchgang zu erleichtern.

Kirche des hl. Johannes Nepomuk
Abgelegen, in Wolbromów – dem kleinsten Dorf im Kreis Lwówek – steht die Kirche des hl. Johannes Nepomuk, ein kleines, charmantes Gotteshaus mit einfacher einschiffiger Form und einem Holzdach mit Dachreiter.
Das schlichte Innere birgt ein steinernes Taufbecken aus dem 16. Jahrhundert und einen barocken Altar.
In der Mauer um die Kirche sind Grabsteine der Familie von Redern zu sehen, und in der Kirchenwand barocke Sandstein-Epitaphe.
Früher war die Kirche von einem evangelischen Friedhof umgeben – heute ist sie ein stiller Punkt auf der Karte der sakralen Denkmäler der Region.

Die Pfarrei Unserer Lieben Frau von der Morgenröte in Rząsiny
Diese Kirche ist ein Beispiel für eine intime und ruhige Sakralarchitektur, die nicht mit Prunk beeindruckt, sondern Geschichte mit spiritueller Atmosphäre verbindet. Ein großartiger Stopp für alle, die die Stimmung lokaler Kultstätten erleben und schlichte religiöse Bauformen der Region kennenlernen möchten.
Die Kirche hat Teile ihrer ursprünglichen Struktur aus dem 18. Jahrhundert erhalten, was sie zu einem interessanten Beispiel für die Anpassung von Sakralbauten an die Bedürfnisse der lokalen Gemeinschaft im 19. Jahrhundert macht.

Die Burg Podskale (dt. Talkenstein)
Die Burg Podskale (dt. Talkenstein) sind geheimnisvolle Ruinen einer mittelalterlichen Festung in Rząsiny, gelegen auf einem felsigen Grat, 25 m über dem Umland, nahe der Straße zwischen Gryfów und Lwówek Śląski.
Der Bau begann vermutlich Ende des 14. oder Anfang des 15. Jahrhunderts und wird dem Rittergeschlecht von Talkenberg zugeschrieben – es wird jedoch spekuliert, dass dort schon zuvor eine herzogliche Wehranlage aus der Zeit Heinrichs des Bärtigen bestand.
Die erste gesicherte Erwähnung stammt aus dem Jahr 1368, als die Burg in den Besitz der Familie Talkenberg überging.
Es gab Versuche zur Wiederherstellung (u. a. durch Christoph Talkenberg im 16. Jh.), doch letztlich wurde die Burg um 1530 aufgegeben und nach und nach abgetragen – die Steine wurden u. a. für den Straßenbau im 19. Jahrhundert verwendet.
Die Burg Podskale ist ein perfektes Ziel für Liebhaber von Geschichte und Wandertouren, die ein mittelalterliches Festungsszenario ohne Menschenmassen und Eintritt erleben möchten. Die raue Landschaft, die dramatische Vergangenheit und das Panorama machen diesen Ort zu einem besonderen Halt auf der Landkarte Niederschlesiens.

Das Schloss Rząsiny
Im Herzen des Dorfes Rząsiny erhebt sich eine Renaissance-klassizistische Residenz – das Schloss Rząsiny, ursprünglich zwischen 1494 und 1499 für die Familie von Talkenberg erbaut und um 1550 im Renaissancestil erweitert. Im 18. Jahrhundert erhielt es durch neu hinzugefügte klassizistische Elemente einen repräsentativen Charakter.
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gehörte das Anwesen dem Feldmarschall Hans von Diebitsch-Sabalcansky (Ivan Dybicz), was seiner Geschichte eine militärische Bedeutung verlieh.
Das außergewöhnlichste Kapitel in der Geschichte des Schlosses war der Zweite Weltkrieg, als seine Innenräume in ein geheimes Forschungsinstitut der Luftwaffe umgewandelt wurden, das aus Berlin hierher verlegt worden war – untersucht wurden unter anderem die Auswirkungen von Strahlung und die Anpassung des Sehvermögens.
Nach dem Krieg verfiel das Gebäude, bis es 2007 in Privatbesitz überging. Seit 2019 wird es konsequent restauriert – Teile des Schlosses sind heute für Besucher zugänglich, auch mit Übernachtungsmöglichkeit.

Lavendel in Ubocze
„Lavendel in Ubocze“ ist eine kleine Lavendelplantage in der Nähe von Gryfów Śląski, die die Schönheit ländlicher Landschaften, Aromatherapie und lokalen Charme verbindet. Sie ist ideal zum Entspannen oder als Kulisse für beeindruckende Porträtfotografie. Vor Ort kann man Kaffee genießen und von den natürlichen Lavendelprodukten profitieren. Im kleinen Laden gibt es ätherische Öle, Duftsäckchen aus Leinen, Kränze, Entspannungskissen, Setzlinge sowie Lavendelmarmeladen und -konfitüren aus essbaren Sorten.

Kirche Mariä Heimsuchung in Ubocze
Diese kleine, aber geschichtsträchtige Kirche ist ein perfekter Halt für Reisende, die authentische sakrale Baudenkmäler, intime Innenräume und rustikale Architektur schätzen. Umgeben von Mauern mit historischen Friedhofselementen bietet sie eine besondere Ruhe und Atmosphäre — ein seltenes Juwel Niederschlesiens. Bei Renovierungsarbeiten in den Jahren 2004–2013 wurde die rohe Stein-Fassade freigelegt, die Empore und die Decke erneuert und der Innenraum mit einem neuen Marmorboden ausgestattet.
Als interessante Randnotiz diente der Kirchhof als Drehort für die erfolgreiche Netflix-Serie Wzgórze Psów.
Im Sommer schaffen der Duft, die Aussicht und die rustikale Atmosphäre ein einzigartiges Ziel für einen Ausflug.

Alpaki z Proszówki
Alpaki z Proszówki ist ein von engagierten Gastgebern geführter Ort und eine attraktive Anlaufstelle für Touristen. Spaziergänge mit charmanten Alpakas durch Bergwiesen, Fotoshootings in märchenhafter Umgebung und die Möglichkeit, Naturprodukte aus ihrer besonderen Wolle zu erwerben, gehören zu den Höhepunkten dieses Ortes am Fuße des St.-Anna-Hügels. Ideal für Familien, Naturliebhaber, Fotografiebegeisterte und alle, die ruhige Momente mit schönen Tieren genießen möchten. In unmittelbarer Nähe befinden sich zudem eine malerische Kapelle und das Schloss Gryf.

Die Kapelle auf dem St.-Anna-Hügel in Proszówka
Die Kapelle auf dem St.-Anna-Hügel in Proszówka ist ein kleines barockes Bauwerk, das einen malerischen Aussichtspunkt, eine Spur einer päpstlichen Pilgerreise und historische Legenden vereint. Ein perfekter Ort für einen Spaziergang, Fotos und einen Moment der Besinnung im Herzen des Isergebirgsvorlandes.
Die Kapelle wurde um 1657 von Graf Krzysztof Leopold von Schaffgotsch gestiftet und 1666 vom Breslauer Bischof geweiht. Die ursprüngliche Holzkirche brannte 1779 ab, und die heutige gemauerte Konstruktion wurde 1780 wiederaufgebaut. Während des Siebenjährigen Krieges diente sie als Wachposten, wobei die Höhe des Hügels als Beobachtungspunkt genutzt wurde.
Im Jahr 1956 wurde sie von Karol Wojtyła – dem späteren Papst – besucht, was zur Entstehung des „Papstweges“ führte. Bis heute steht bei der Kapelle ein Stein mit der Inschrift: „Pilnujcie mi tych szlaków“ („Hütet mir diese Wege“).

Burg Gryf
Die Burg Gryf ist ein faszinierendes Ziel für Liebhaber mittelalterlicher Ruinen, archäologischer Geheimnisse und herben Romantizismus.
Seit etwa drei Jahren laufen umfassende Arbeiten – darunter archäologische Untersuchungen, die Sicherung der Bausubstanz und eine teilweise Wiederaufbau. Der Plan sieht unter anderem vor, Teile der Ruinen zu verglasen, um daraus einen Aussichtspunkt auf den westlichen Teil Niederschlesiens zu schaffen.
Obwohl derzeit nicht zugänglich (der Wiederaufbau ist im Gange), könnte sie in Zukunft zu einer einzigartigen Attraktion werden.
Eine der überraschendsten Entdeckungen während der archäologischen Arbeiten war der tiefe Burgbrunnen – lange Zeit für flach gehalten, erwies er sich als über 20 Meter tief. Auf dem Burggelände wurden außerdem zahlreiche Artefakte aus verschiedenen Epochen gefunden, darunter Waffen, Schmuck, Münzen, Keramik und architektonische Fragmente der Innenausstattung.
Opracowanie: Mariusz Dragan
Zdjęcia na stronie: Mariusz Dragan, Stanisław Pawłowski, Ryszard Stolarczyk


